Montag, 29. Oktober 2012
Eine wahre Geschichte passend zu Halloween
Freitag, 26. Oktober 2012
Hallo Wien!
Wem ebenso wie ich, Halloween fremd ist, aber trotzdem dem Ganzen etwas aufgeschlossen ist, macht den Anfang bei Niki’s Cakes, denn dort gibt es jetzt schon die passenden Leckereien, die wunderbar schmeckenden “gruseligen” Cupcakes (siehe Fotos) – und man muss nicht extra nach Wien dafür fahren!
Niki’s Cakes - The American Style Bakery, Windscheidstraße 1, 10627 Berlin (direkt am Sophie-Charlotte-Platz), Öffnungszeiten: DI – SA 11 – 18 Uhr, SO 12 – 18 Uhr
Sonntag, 21. Oktober 2012
Servicewüste Deutschland
Letzten Sonntagnachmittag an der Straße des 17. Juni um halb Drei. Beste Kaffee und Kuchenzeit. Weit und breit kein Café, außer dem Restaurantschiff Capt’n Schillow am Landwehrkanal. Der Kellner weist einem einen kleinen Tisch auf dem Oberdeck zu, an dem man noch die letzten Strahlen der Herbstsonne genießen kann. Doch bedient wurde ich nicht. Anscheinend ging es einer Gruppe von Touristen am Nachbartisch eben so, denn eine Frau fragte beim Kellner nach, ob ihr bestelltes Getränk noch komme. Sie warte doch schon so lange darauf und hätte fürchterlichen Durst. Daraufhin vertröstet der Kellner sie: „Ich bekomme auch nicht immer alles sofort.“ Als auch ich auf Nachfrage die knappe Antwort bekam, dass der Kuchen „aus“ wäre, verließ ich das ungastliche Schiff.
Restaurantschiff Capt’n Schillow, Straße des 17.Juni, am Charlottenburger Tor, 10115 Berlin
Freitag, 19. Oktober 2012
Samstag, 13. Oktober 2012
Backen für den Tortengraf
Bei meinen zahlreichen privaten Einladungen zu Kaffee und Kuchen habe ich schon öfters eine Schrotkugel in der nicht gerade ansehnlichen Torte gefunden. Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, wie so etwas passieren kann? Ganz einfach: Die oder der Gastgeber haben beim Backen die Flinte ins Korn geworfen. Den verzweifelten Satz: „Entschuldigen Sie, aber die Torte ist mir etwas verunglückt...“ habe ich schon sehr oft gehört. Mal ehrlich, liebe Leserin, lieber Leser, das ist Ihnen doch bestimmt auch schon mal widerfahren, oder?
Das kann einem mit dem Backbuch „Backen für Angeber“ der beliebten TV-Moderatorin und Journalistin Ruth Moschner nicht passieren. In ihm
findet man leicht nachzumachende Backrezepte, deren Resultate sich auch noch sehen lassen können. Wenn man dazu die exzellenten Fotos sieht, möchte man am liebsten alles noch am selben Tag nachbacken. Da wird man mit ein paar kleinen Tricks zum Chefpatissier. Mit viel Sachkenntnis und Humor macht es Ruth Moschner dem Laien und Hobbybäcker einfach, die Rezepte selber in die Tat umzusetzen. Es gibt so traumhafte Leckereien mit wunderbaren Namen wie „Dekadenter Pistazienkuchen“, „Schwangere Brezel“, „Kaiser-Soufflé“, „Heiße Hüpfer“ oder „Rotkäppchens Rettung“ (s.Foto oben). Da braucht man keine Angst mehr haben, wenn sich der Chef oder gar der Tortengraf mit kritischer Zunge zum Besuch angekündigt haben.
Ein Satz aus dem Vorwort spricht mir besonders aus der Seele: „Torten, Cupcakes und Co. sollten während ihrer Verspeisung immer die volle Aufmerksamkeit bekommen.“ Da haben Sie ja sooo recht, liebe Frau Moschner, meine Seelenschwester!
Nach dem Kauf dieses Buches findet der Tortengraf garantiert keine Schrotkugel mehr in Ihrem heimischen Kuchen und Sie können mit Ihrer Backkunst so richtig angeben!
Sonntag, 23. September 2012
Charlottenburg
Mittwoch in Charlottenburg. Vor einem Café genießen zahlreiche Mütter mit Kinderwagen die warme Herbstsonne, während ihre Kleinen johlend und kreischend spielen. Ein älterer Herr beobachtet die Szene und sagt zu seiner Begleiterin: "Hier geht's ja zu wie in Prenzlauer Berg!"
Diese von mir persönlich erlebte und aufgeschriebene Geschichte, erschien am 23.09.2012 auch im Berliner TAGESSPIEGEL in der Sonntagsbeilage unter der Rubrik "Berliner Liste".
Freitag, 14. September 2012
Sonntag, 9. September 2012
Sport ist Mord
Freitagabend im Charlottenburger Schlosspark. Sagt ein Jogger völlig verschwitzt und kurzatmig zum anderen: “Es würde mir mehr Spaß machen, wenn der Schlosspark etwas kleiner wäre!"
Diese von mir persönlich erlebte und aufgeschriebene Geschichte, erschien am 09.09.2012 auch im Berliner TAGESSPIEGEL in der Sonntagsbeilage unter der Rubrik "Berliner Liste".
Donnerstag, 6. September 2012
Sonntag, 26. August 2012
SPIEGEL-Affäre
Montagmorgen in einem Kiosk am Spandauer Damm. Ein Obdachloser mit mehreren Plasiktüten kauft vier Flachmänner Weinbrand - und den "Spiegel".
Diese von mir persönlich erlebte und aufgeschriebene Geschichte, erschien am 26.08.2012 auch im Berliner TAGESSPIEGEL in der Sonntagsbeilage unter der Rubrik "Berliner Liste".
Diese von mir persönlich erlebte und aufgeschriebene Geschichte, erschien am 26.08.2012 auch im Berliner TAGESSPIEGEL in der Sonntagsbeilage unter der Rubrik "Berliner Liste".
Donnerstag, 16. August 2012
Sonntag, 5. August 2012
DREI DAMEN SIND SCHRILL
Montagnachmittag bei Karstadt in der Wilmersdorfer Straße. Hinter dem Schokoladen- und Pralinenstand sitzt eine Verkäuferin auf einem Hocker und hat einen lauten Lachanfall. Sie wird von zwei Kolleginnen beruhigt, doch sie prustet umso heftiger los. Sagt eine mollige Kundin im Vorübergehen zu ihrem Begleiter: "Siehste, Schokolade macht doch glücklich!"
WESTEND GIRL
Dienstagnachmittag am S-Bahnhof Westend. Eine gut gekleidete Frau um die Vierzig telefoniert mit einem brillanten-verzierten iPhone - während sie mit der anderen Hand die Papierkörbe nach Pfandflaschen durchstöbert.
Diese beiden, von mir persönlich erlebten und aufgeschriebene Geschichten, erschienen am 5.08.2012 auch im Berliner TAGESSPIEGEL in der Sonntagsbeilage unter der Rubrik "Berliner Liste".
Sonntag, 29. Juli 2012
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Montagmorgen in der Sophie-Charlotten-Straße. In einem Fenster im Parterre hängt ein Zettel: “Ich fahr nicht in Urlaub – ich hab ja Facebook.”
Diese
von mir persönlich erlebte und aufgeschriebene Geschichte erschien am
29.07.2012 auch im Berliner TAGESSPIEGEL in der Sonntagsbeilage unter der
Rubrik "Berliner Liste".
Donnerstag, 26. Juli 2012
Samstag, 21. Juli 2012
Ohne Torte ins Bett
Zwei Freunde kommen aus einem Restaurant. "Mieses Lokal", flucht der eine, "die Suppe versalzen, das Gemüse kalt, das Fleisch zäh..." - "Ja", pflichtet der andere bei, "und wenn wir nicht so schnell gegangen wären, hätten wir das alles auch noch bezahlen müssen."
So wie in diesem Witz habe ich mich mit zwei guten Freunden letzten Donnerstag im „Café am Neuen See“ gefühlt – nur mit dem kleinen Unterschied: Wir haben gar nichts bekommen!
Dabei wollte ich ursprünglich eine gute Kritik über dieses Lokal schreiben, weil ich vor einigen Wochen für eine Gruppe von fast 30 Personen im vollbesetzten Restaurant ohne Voranmeldung doch noch unkompliziert Platz bekam und wir obendrein noch ausgezeichnet bewirtet wurden. Auch habe ich vor einigen Jahren dort ein sehr amouröses Abenteuer erlebt, von dem ich in meinem Buch „Werden Sie doch einfach Graf!“ (Seite 30) ausführlich berichte (geschicktes Product-Placement, oder?).
Doch dieses Mal war es anders: Wir standen an der Kuchenvitrine und fragten eine vorbeihetzende junge Frau, vermutlich eine ungelernte, studentische Aushilfskraft, ob wir hier bei ihr den Kuchen bestellen könnten, weil überall „Selbst-bedienung“ stand. In einem Ton wie zu einem 6-Jährigen sagte sie zu mir: „Setzen Sie sich schon mal draußen hin, ich komme dann zu Ihnen.“ Hoffnungsfroh setzten wir uns draußen an den so genannten „Stammtisch“, auf dem ein großer Aschenbecher stand, in dem etwa die 2-Tages-Produktion von Zigarettenkippen eines Kettenrauchers im Regenwasser schwamm.
Da die Sonne sich nach langer Zeit mal wieder für eine halbe Stunde zeigte, genossen wir es erstmal, einfach nur in der Sonne zu sitzen. Doch nach 40 (!) Minuten Warten haben wir fluchend (siehe oben), die ungastliche Stätte verlassen. Die ungelernte, studentische Aushilfskraft war wie vom Erdboden verschluckt.
Das war einer der sehr seltenen Tage im Jahr, an dem ich mal ohne tägliches Tortenstück die gräflichen Gemächer aufgesucht habe.
Café am Neuen See, Lichtensteinallee 2, 10787 Berlin, geöffnet Montag bis Freitag ab 8:00 Uhr und Wochenende ab 9:00 Uhr
Dienstag, 17. Juli 2012
Café Kranzler, Berlin
Übrig geblieben vom einst renommierten Café Kranzler ist lediglich nur noch die oberste Etage. In den restlichen Räumen hat sich eine Textilkette mit hässlicher Mainstream-Mode breit gemacht. Wenn man das Café mit der veralteten Einrichtung ohne Atmosphäre betritt, fällt einem ein Schild an der Wand auf: „Erdbeerbecher 7,90 €“. Aua! Wahrscheinlich wird er statt mit Krokant mit Swarovski-Steinen bestreut?
Noch etwas fiel negativ auf: Die Tortenvitrine steht nicht direkt an der Theke, sondern weit davon weg im Flur. Dort sind die Torten so lieblos untergebracht, wie Raubmörder in einer Justizvollzugsanstalt. Da ahnt man schon, dass hier die Kaffeehauskultur nicht sehr ernst genommen wird. Und richtig! Das obligatorische (kostenlose) Glas Leitungswasser zum Milchcafé wurde mir verwehrt. Den Zweck durchschaut man schnell. Es soll stattdessen das überteuerte Mineralwasser in Flaschen gekauft werden. Ich berichtete schon einmal hier in diesem Blog über einen ähnlichen Fall. Doch leider ist das etwas zu kurz gedacht. Dadurch verärgert man seine Gäste, die dann nie wieder kommen und so hat man überhaupt keinen Gewinn in der Kasse. Und obendrein ist das keine schöne Werbung für unsere wundervolle Stadt Berlin. Denn der eine oder andere Offenbacher Tourist wird das natürlich zu Hause rum erzählen: „Doa gibt‘s nedd emol ein Gloas Kraanewassä zum Kaffee…“ und der Bayer wird nur knapp bemerken: „Damische Saupreißn, damische.“
Für alle, die es nicht wissen: Das mit dem Kaffee servierte Glas Wasser dient dazu, die Geschmacksknospen auf den Kaffeegeschmack vorzubereiten. Ein guter Kaffee schmeckt nämlich noch besser, wenn man vorher Mund und Kehle mit einem oder zwei Schluck kühlem Wasser spült und erfrischt. Wenn dem Gast dieses verwehrt wird, ist das ein Zeichen von Unkenntnis der Kaffeekultur. Es ist allerdings ein Irrglaube, dass man zum Kaffee Wasser trinken soll, weil der Kaffee dem Körper Wasser entzieht. In sehr guten Kaffeehäusern bringt der Kellner einem bei längerem Aufenthalt auch noch unaufgefordert Wasser nach. In meinem kleinen Stammcafé Reet am Klausenerplatz ist es schon immer gang und gäbe, dass es zu jedem Kaffee ein Glas Leitungswasser serviert wird. Das hat Stil, das hat Klasse!
Die bestellten Torten waren nichts besonderes. Auf dem Stück Erdbeertorte meiner Begleiterin befanden sich so wenig Erdbeeren wie Sonnenstudios in der Wüste Gobi. Die Erdbeeren wurden sicher für den überteuerten Erdbeerbecher gebraucht. Ich hatte ein unspektakuläres Stück Mangotorte (s. Foto oben links), die ich aus ihrem Gefängnis im Flur befreite. Aber es dankte mir nicht mit gutem Geschmack.
Dass sich die Toiletten in der Tiefgarage befinden, rundet das negative Bild dieses Ladens nur noch ab. Man muss, wie in einem Alfred-Hitchcock-Film, durch unheimlich wirkend leere Gänge laufen, bis man die WCs findet. Und dann muss man mit dem Lift wieder ein paar Etagen nach oben fahren, vorbei an der hässlichen Mode. Alles in allem – ein gruseliger Besuch – aber auch mein letzter.
Café Kranzler Berlin, Kurfürstendamm 18, 10719 Berlin, täglich 8:30 – 20 Uhr
Sonntag, 15. Juli 2012
Brust rein, Bauch raus
Montagmorgen im Olympiabad. Zwei Männer und eine Frau unterhalten sich über ihr Schwimmen vom Vortag. Die Männer klagen über Muskelkater im Bauchbereich. Sagt die Frau: "Das kommt nur davon, dass ihr hier immer eure Bierbäuche einzieht."
Diese von mir persönlich erlebte und aufgeschriebene Geschichte erschien am 15.07.2012 auch im Berliner TAGESSPIEGEL in der Sonntagsbeilage unter der Rubrik "Berliner Liste".
Sonntag, 8. Juli 2012
Von Kopf bis Fuß
Montagnachmittag, ein Herrenausstatter in der Wilmersdorfer Straße. In der Oberhemdenabteilung hört man plötzlich eine vertraute Stimme. Tatsächlich: Es ist Klaus Wowereit, der zusammen mit seinem Lebenspartner Hemden aussucht. 20 Minuten später fragt in der Schuhabteilung jemand: "Wie sind denn die?" Wieder die bekannte Stimme...
Diese von mir persönlich erlebte und aufgeschriebene Geschichte erschien am 8.07.2012 auch im Berliner TAGESSPIEGEL in der Sonntagsbeilage unter der Rubrik "Berliner Liste".
Sonntag, 1. Juli 2012
Kinder der Nacht
Samstagabend in der S5 in Mitte. Eine schwarzgekleidete junge Frau Anfang 20
fragt höflich, wie spät es sei. Als ihr ein Mann antwortet, dass es zehn nach
Neun sei, erwidert sie: “Morgens oder Abends?”
Diese von mir persönlich erlebte und
aufgeschriebene Geschichte erschien am 1.07.2012 auch im Berliner TAGESSPIEGEL
in der Sonntagsbeilage unter der Rubrik "Berliner Liste".
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