Sonntag, 14. März 2021

Superwahljahr 2021


Heute bin ich zum Direktkandidat für den DEUTSCHEN BUNDESTAG von Die PARTEI gewählt worden! Wow! Das Superwahljahr kann beginnen!

Foto:
Marcus Wietstruk

Samstag, 6. März 2021

Sonntag, 7. Februar 2021

Im Mittelalter


GESUNDHEITSPOLITIK


Apotheke in der Wilmersdorfer Straße. Eine alte Dame fragt die Mitarbeiterin: "Gibt es die FDP-2-Masken auch von anderen Parteien?"

 
(Diese von mir persönlich erlebte und aufgeschriebene Geschichte erschien auch am 7.2.2021 im Berliner TAGESSPIEGEL in der Sonntagsbeilage unter der Rubrik "Berliner Liste")

 

Donnerstag, 28. Januar 2021

Das Geheimnis um Harry Waldens Grabstein


 

Harry Walden (1875-1921). Der Theater- und Stummfilmschauspieler spielte in zahlreichen Stummfilmen und Theaterstücken in Berlin und Wien mit, u.a. bei Max Reinhardt. Während einer Gastspielreise nach Berlin nahm der stark morphiumsüchtige Walden sich in auswegloser finanzieller Situation zusammen mit seiner Familie durch eine Überdosis Morphium und das Öffnen der Pulsadern am 4. Juni 1921 das Leben. Die Wiener Zeitung schrieb: "Bei der Beerdigung Waldens in Berlin, zu der sich alles einfand, was im Theaterleben der Stadt Rang und Namen hatte, war der Ansturm seiner Verehrerinnen so groß, dass die Polizei den Gottesacker absperren musste." Wer sich hinter den Initialen A.H., I.S., K.H. und E.W. auf seinem Grabstein verbirgt, ist bis heute noch ein Geheimnis geblieben. 

Foto: Lo Graf von Blickensdorf

Mittwoch, 27. Januar 2021

Montag, 4. Januar 2021

5 Minuten Stadt

Diese Geschichte erschien am 2.1.2021 auch als Kolumne im Berliner TAGESSPIEGEL unter der Rubrik "5 Minuten Stadt")

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Eine Silvestergeschichte

Hans-Peter Wodarz, (HPW), Koch, Gastronom und Veranstaltungsmanager, bekannt durch sein Lokal „Die Ente vom Lehel“ und u.a. Projekte wie „Pomp Duck and Circumstance“ und „Hans-Peter Wodarz Palazzo“ feiert zum ersten Mal coronabedingt die ruhigste Silvesternacht seit 50 Jahren. Aus diesem Grunde hatte er Zeit, mit mir über seine wohl spektakulärste Silvesternacht seines Lebens zu reden.

Es war Silvester 1989 kurz nach dem Mauerfall in den DEFA-Studios Babelsberg. Live-Übertragung der Silvester-Gala in der ARD. Es traten auf: Nina Hagen, Johannes Heesters, das Orchester der Roten Armee, Tänzer und Tänzerinnen vom Friedrichstadt-Palast, Clownskellner, Tischzauberer und vieles mehr. Durch den Abend führte der Moderator Leo Lukoschik.
Doch dann kam der Schock der Schock der Nacht, wo bei HPW heute noch ein kalter Schauer über den Rücken fährt, wenn er nur daran denkt. Als das erlesene Deutsch-Russische Buffet von Sternekoch Peter Frühsammerv eröffnet wurde, stürzten sich 150 russische Soldaten darauf und innerhalb von Minuten war es ratzeputz aufgegessen und die Gala-Gäste mussten in die Röhre gucken. HPW: „Versuch‘ mal, 150 ausgehungerten Russen ohne Russischkenntnisse klarzumachen, dass das Buffet nicht für sie bestimmt ist – aussichtslos!“
Doch dann kam der Höhepunkt des Abends, der wieder alle versöhnte. Marlene Dietrich live am Telefon aus Paris! Das wohl letzte öffentliche Telefonat von Marlene Dietrich, in dem sie sich unter anderem für die Erhaltung der DEFA-Studios einsetzte. Unbedingt anhören! Gänse- nein Entenhaut pur!  
Ich hoffe, lieber HPW, dass wir uns 2021 in deinem Spiegelpalast am Bahnhof Zoo wiedersehen und mit einem Gläschen Schaumwein auf die Beendigung des Coronaspuks anstoßen. Prost! 

Spiegelpalast, Hertzallee, Berlin-Mitte

Foto: Christian Schneegaß

Sonntag, 22. November 2020

Darf man eigentlich über den Tod lachen?


Kein Monat hat so viel mit dem Tod zu tun, wie der November: Allerseelen, Allerheiligen, Volks-trauertag,  Totensonntag. Ich habe schon sehr früh viele gute Freunde verloren. Der heraus-ragenste war der Multikünstler Peter Grzan aus Dülmen. Ich habe in den 80er Jahren in der Galerie „Neuer Krug“ eine vielbeachtete Ausstellung mit ihm gemacht und danach wurden wir die besten Freunde. Als er 2014 starb, wurde ich gebeten, zu seiner Beerdigung die Trauerrede zu halten. Da Peter Grzan ein sehr humorvoller Künstler war, habe ich sie selbstverständlich mit Humor gewürzt. Doch darf man eigentlich über den Tod lachen, dachte ich damals. Er hatte sich einmal zu seiner Trauerfeier gewünscht, dass alle schwarzgekleideten Gäste Berliner Pfannkuchen mit viel Puderzucker bekommen – aber keine Gabel und keine Serviette. Prompt gab es auf seiner Trauerfeier Pfannkuchen mit viel Puderzucker. So eingepudert  habe ich noch nie schwarzgekleidete Trauergäste gesehen. Das hat für viel Erheiterung gesorgt.  
Auch Friedhöfe bringen mich oft zum Lachen. Vor ein paar Wochen habe ich einen Spaziergang über den Kölner Melatenfriedhof gemacht. Da entdeckte ich das Grab einer gewissen Frau Streit. Jedoch hatte die Friedhofsverwaltung gut sichtbar einen großen Zettel über den Grabstein geklebt, aus dem zu entnehmen war, dass die Friedhofsgebühren nicht bezahlt wurden und aus diesem Grunde in vier Wochen das Grab eingeebnet wird. Streit über den Tod hinaus, dachte ich schmunzelnd. Nomen est omen. 
Den Tod kann man leider oder Gottseidank nicht aufhalten. Ich habe einmal einen Cartoon gezeichnet, in dem der Leichenwagenfahrer sagt: „Tote sterben nie aus.“ Wie Recht er hat. Ich finde, man darf, nein, man sollte sogar über den Tod lachen. Denn vieles ist nur durch Lachen aushaltbar. Also auf meinem Grabstein wird einmal stehen: „Das war das letzte Mal, dass ich reingelegt wurde!“
 
Dieser Text erschien auch in meiner Kolumne "Seitenblick" am 14.11.2020 in der Münsterschen Zeitung

Foto: Privat